Bürgermeisterwahl Lensahn 2021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Konrad Adenauer sagte einst: „Man darf niemals zu spät sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“

Klaus Winter wird im nächsten Jahr in den verdienten Ruhestand gehen und ich, beziehungsweise wir, danken ihm für das, was er in 18 Jahren hier in Lensahn erschaffen und gehalten hat. Somit ist, wie Adenauer sagt, Zeit für einen neuen Anfang.

 

Die Wahl eines neuen Bürgermeisters am 26. September 2021 steht vor der Tür und ich möchte mich bei Ihnen dafür bewerben. Die wichtige Frage dabei ist, was braucht es um ein 'guter' Bürgermeister zu sein. Nach meiner Erfahrung der letzten zwei Jahre als Gemeinderatsmitglied und jemand der alle Sitzungen besucht vor allem drei Dinge. Menschenkenntnis, Führungsqualität und ein gutes Händchen für Entscheidungen. Außerdem, wie Klaus Winter es mal zu mir gesagt hat: „Man braucht ein dickes Fell“.

 

Menschenkenntnis braucht ein guter Bürgermeister um möglichst schnell die Absichten, Ziele und Wünsche von den verschiedensten Verhandlungspartnern zu erkennen und zum Vorteil von Lensahn natürlich auch zu nutzen.

Der Bürgermeister ist oberster Dienstherr des Amtes und führt ein Team von mehr als 40 Menschen und sollte für diesen Fall natürlich Führungsqualität besitzen.

Das „gute Händchen für Entscheidungen“ ist da aber schwerer zu definieren. Wir alle haben schon Entscheidungen gefällt, deren Ausgang wir vorher so nicht erwartet haben. Im Positiven wie im Negativen. Lübeck entschied sich in den 60er die Straßenbahn für den Individualverkehr abzuschaffen, Hamburg indes nicht. Nach meiner Einschätzung die folgenreichste Fehlentscheidung von Lübeck in den letzten Jahrhunderten. Hätte man die Straßenbahn, wie in Hamburg ausgebaut, würde Lübeck heute weitaus erfolgreicher sein und nicht zur Hamburger Metropolenregion gehören sondern eher ein eigene Metropole sein.

 

Ich arbeite seit 16 Jahren als Augenoptiker. Dort lernt man nicht nur wie Brillen funktionieren, sondern auch schnell zu erkennen, was der Kunde benötigt. Als Augenoptiker muss man sich in jedem Beruf, in jeder Freizeitaktivität und in jeder Lebenssituation auskennen, weil dort überall das Sehen von entscheidender Bedeutung ist.

Lensahn ist schon immer meine Heimat und ich kenne viele seiner Bewohner. Ich organisiere den Weihnachtsmarkt im Ort, bin in beiden Sportvereinen aktiv, treffe mich regelmäßig mit anderen Unternehmern und habe schon für mehrere Unternehmen hier in Lensahn gearbeitet.

 

Meine Führungsqualitäten entdeckte ich 2012 in meinem Jahr nach dem Studium bei Interlock. Noch nicht so sicher, wie ich meine Zukunft gestalten sollte, heuerte ich bei Gerhard Baum an. Zunächst nur als Aushilfe im Lager arbeitete ich mich hoch, gestaltete das Lager neu, motivierte meine Mitarbeiter und gab auch Handlungsanweisungen um die Arbeit zugiger und effektiver zu gestalten. Zum Schluss war ich auch noch im Büro tätig, erstellte die Aufträge fürs Lager, sprach mit Kunden, durfte der Produktentwicklung über die Schulter schauen, amüsierte die Buchhaltung mit meinen Stundenzettel und hab in kaum einem Jahr soviel gelernt wie in diesem. Mit vielen Mitarbeiter und auch Vorgesetzten pflege ich noch heute eine gute Beziehung und damals wurde meine Meinung von fast allen geschätzt und auch gerne Rat von mir angenommen. Für diese Zeit bin und werde ich Herrn Baum immer dankbar sein.

 

Kein Mensch fällt nur richtige Entscheidungen. Jede Entscheidung, ob bei einer positiven Entwicklung oder negativen Entwicklung, muss überprüft werden und von dieser etwas gelernt werden. Charlie Chaplin sagte einst: „An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“

Als junger unbeholfener Jugendlicher auf der Realschule Lensahn fällte ich die Entscheidung doch noch meine Fachhochschulreife am Fachgymnasium in Oldenburg zu machen. Zwei Jahre später, mit der Fachhochschulreife in der Hand, entschloss ich mich ein Studium der Augenoptik an der FH Ostfalia anzutreten. Meinen Abschluss als Diplom Ingenieur schaffte ich 2011. Mit der Entscheidung bei Interlock das Jahr 2012 zu verbringen, kam der Entschluss sich in Lensahn selbstständig zu machen. Eckhard Röder schlug mir vor, für den Gemeinderat zu kandidieren und konnte mich begeistern. Ende 2018 befasst ich mich dann mit dem Thema Bürgermeister. Las Bücher über Verwaltung, setzte mich mit Gesetzestexten auseinander und sprach mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die sehr positive Resonanz und die Möglichkeit Lensahns Zukunft mitzugestalten, haben mich zur Entscheidung geführt, als Bürgermeister zu kandidieren.

 

Für mich wichtig zu erwähnen ist noch, dass mich meine wundervolle Frau, mit der ich seit sieben Jahren verheiratet bin, unterstützt und, wie ich finde Lensahn bereichert. Durch ihre offene Art hat sie, als gebürtige Niedersächsin, hier sofort Anschluss gefunden und wir fühlen uns mit unseren beiden Jungs sehr wohl in Lensahn.

 

Da ich denke, das Fragen der Zukunft von Lensahn im Anschluss kommen werden. Hier ein kleiner Katalog von Dingen, die mir in den nächsten sechs bis zwölf Jahren wichtig sind.

  • Wie schon Klaus Winter liegt mir das Lensahner Schwimmbad am Herzen und ich werde immer für dessen Erhalt sein. Auch wenn ich das Schwimmbad nicht so häufig wie Klaus Winter besuche, weiß ich wie wichtig diese öffentliche Einrichtung für junge Familien ist und auch für die ältere Generation ist, die sich gelenkschonend fit halten möchte.

  • Schnelles Internet ist deutschlandweit ein Problem, weshalb auch dort für die nächsten Jahre mein Fokus liegt.

  • Die öffentlichen Einrichtungen müssen CO2-Neutral werden, um Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger zu werden und um auch Möglichkeiten aufzuzeigen wie das gelingen kann.

  • Ein persönlich wichtiges Ziel ist der Ausbau und die Instandsetzung der Fahrradwege in und um Lensahn. Der Boom der E-Bikes und der Trend zum Gesunden und CO2-Neuralen Fortbewegung gebieten es einfach, sichere und gute Fahrradwege zu haben. Dazu gehört natürlich die Anbindung Wahrendorfs ans Fahrradwegnetz aber auch die Reparatur der Anbindung nach Harmsdorf.

  • Die Verwaltung geht in die digitale Zukunft. Fast jede Dienstleistung muss online verfügbar sein.

  • Die Förderung der Gemeinschaft ist mir wichtig, den nur gemeinsam erschaffen oder halten wir ein schönes und lebenswertes Lensahn.

  • Last but not least ist mir der Ausbau des Angebotes für Rentner und Kinder ein Anliegen. Ich hoffe die Pfadfinder hier in Lensahn wieder anzufinden und mit der AWO Angebote für die ältere Generation zu entwickeln. Dabei ist natürlich der Bürgerbus eine zentrale Säule dieser Maßnahmen, da er auch ältere Menschen aus den Nachbardörfern die Möglichkeit bietet, das Angebot in Lensahns wahrzunehmen.

 

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Amintore Fanfani, einem der bedeutendsten Politiker Italien: „In der Politik ist es wie im Konzert: Ungeübte Ohren halten das Stimmen der Instrumente schon für Musik.“ Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Ihr Alexander Löhr


 

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